Wäschespinne

Wäschespinne

Eine Wäschespinne ist ein aufklappbares Gestell, meist aus Draht oder Kunststoff, an das man nasse Wäsche zum Trocknen aufhängen kann. In Deutschland ist sie auch unter dem Namen Wäschepilz oder Wäscheschirm bekannt.

Geöffnet wird die Wäschespinne ähnlich wie ein Regenschirm. Es wird ein Ring an der Stange von unten nach oben geschoben. Dabei entfaltet sich das Gestell durch einen Mechanismus und vier Auslegearme breiten sich entgegengesetzt aus. Zwischen diesen Auslegearmen spannen sich nun mehrere Schnüre oder Drähte, welche anschließen für die Befestigung der Wäsche genutzt werden.

Das erste Patent für eine Wäschespinne wurde 1923 von dem Engländer Frederick Fairburn angemeldet. Die ersten Spinnen wurden aus Holz und Hanfseilen hergestellt. Diese Methode bewies sich allerdings als äußerst witterungsanfällig und nicht besonders langlebig.

In der Schweiz wird die Wäschespinne übrigens Stewi genannt. Dieser Name stammt von dem schweizer Erfinder Walter Steiner der mehr als 200 Patente (darunter auch der Wäscheständer) anmeldete. Später gründete er die Firma Stewi, welche diese Spinnen und Ständer vertrieb.

Was ist der Unterschied zwischen einer billigen und einer teuren Wäschespinne?

Wie bei den meisten Produkten gibt es auch bei Wäschespinnen deutliche Preisunterschiede. Diese Unterscheide ergeben sich vor allem aus den Produktionskosten und den verwendeten Materialien.

Bei billigen Wäschespinnen bestehen die wichtigen Scharniere und beweglichen Teile meist aus Plastik. Diese Tatsache ist auch dafür verantwortlich, dass bei häufigem Gebrauch diese Teile schneller kaputt gehen als die aus stabileren Materialien. Gerade durch die Sonneneinstrahlung werden die Plastikbauteile schnell porös und sind der Grund für eine nur relativ kurze Haltbarkeit. Ebenso minderwertig sind oft die Schnüre zwischen den vier Auslegern. Wenn diese dann der Witterung ausgesetzt sind kann es vorkommen, dass sie anfangen zu schimmeln und so auch die Wäsche und Kleidung verunreinigen.

Bei teureren Wäschespinnen bestehen die Scharniere und beweglichen Teile meist aus robusteren Materialien. Hierzu wird entweder besonders stabiler und witterungsbeständiger Kunststoff genutzt oder Edelstahl. Manchmal verwenden allerdings Hersteller auch billigen Stahl, welcher rosten kann und somit auch die Wäsche verunstaltet. Die Schnüre zwischen den Auslegern sind bei teureren Modellen meistens so konzipiert, dass sie aufgrund ihrer Beschaffenheit nur schwer schimmeln können. Zwischen 100 – 160 Euro liegen die wirklich guten Wäschespinnen, bei denen Sie auch langfristig Freude haben.

Welche Wäschespinnen Varianten gibt es?

Die Auswahl an unterschiedlichen Arten von Wäschespinnen ist sehr überschaubar. Neben der klassischen Wäschespinne für den Garten, gibt es noch kleinere Modelle für Bereiche mit weniger Platz wie z.B. dem Balkon oder einen kleinen Terrasse.

Wäschespinne für den Garten

Die wohl häufigste Art von Wäschespinnen sind die überall vorkommenden Wäschespinnen für den Garten. Um eine Wäschespinne im Garten zu befestigen muss man die sogenannte Bodenhülse im Erdreich versenken. In diese Hülse wird dann die Wäschespinne gesteckt und ist von nun an einsatzbereit.

Tipp: Beim Eingraben der Bodenhülse sollte darauf geachtet werden, dass keine scharfen Kannte über der Grasnarbe hervorstehen. Hierbei würde Verletzungsgefahr für spielende Kinder oder auch Haustiere bestehen. Gleichzeitig wäre ein problemloses Rasenmähen nicht mehr möglich.

Ist die Wäschespinne eingesteckt so kann man diese wie einen Regenschirm öffnen. So breiten sich die vier Auslegearme auf und spannen zwischen sich die Wäscheleinen die der Befestigung der Wäsche dienen. Wichtig ist darauf zu achten, dass man die Wäschespinne bei anstehendem Regen ins Trockene stellt. Möchte man sich diesen Aufwand sparen so sollte man schon bei der Anschaffung einer solchen Wäschespinne darauf achten, dass alle Bestandteile rostfrei sind. Bei strahlendem Sonnenschein mit Wäschekorb und Wäscheklammern bewaffnet die Wäschespinnen im Garten zu bestücken, macht besonders viel Spaß, doch was tut man, wenn die Sonne nicht scheint?

Wäschespinne für den Balkon

Viele Menschen besitzen keinen eigenen Garten oder haben keine Möglichkeit einen Garten zu nutzen. Aus diesem Grund haben sich die Hersteller für Wäschespinnen Lösungen für Balkone ausgedacht. Grundlegend unterscheiden sich diese Wäschespinnen von der Gartenversion in der Befestigung und Größe.

Anders als bei den „Konkurrenten“ für den Garten wird keine Bodenhülse benötigt. Die Balkonwäschespinnen besitzen meist einen drei- oder vierfüßigen Standfuß und sind somit auch gleichzeitig sehr mobil. Tendenziell sind sich auch nicht ganz so groß wie die Gartenspinnen, da auf vielen Balkonen nicht viel Platz vorhanden ist.

Großer Vorteil der Balkongeräte ist die hohe Flexibilität, da sie sich meist sehr einfach zusammenklappen und transportieren lassen. Dadurch ist auch ein Einsatz im Camping- oder Zelturlaub denkbar.

Tipp: Wie bei den Gartengeräten auch ist darauf zu achten, dass man sich eine wetterfeste und rostfrei Wäschespinne anschafft, falls man diese nicht jedes Mal wenn es regnet ins Trockene bringen möchte.

Wäschespinne mit Wandmontage

Da es viele Menschen gibt, die weder einen Garten noch einen Balkon besitzen haben sich mehrere Hersteller etwas Besonderes ausgedacht. Eine Wäschespinne mit Wandmontage. So lässt sich die Spinne bequem an der Wand in der Wohnung anbringen. Weiter Einsatzmöglichkeiten können allerdings auch die Außenwand eines Wohnmobils oder auch des Balkons (aus Platzspargründen) sein.

Besonders hervorzuheben ist hierbei das Modell Wandwäschespinne Wallfix der Firma Brabantia. Diese praktische Wäschespinne mit Wandhalterung ist sowohl drinnen als auch draußen zu benutzen. Die Wandhalterung ist mühelos und schnell zu befestigen, so dass einem sofortigen Gebrauch nichts im Weg steht. Diese Wäschespinne lässt sich zudem besonders einfach mit nur einer Hand ein und aus klappen. Einfach kinderleicht. Praktisch ist auch, dass man diese Wandwäschespinne in beliebiger Höhe anbringen kann, um sich eine ideale Arbeitshöhe zu erstellen. Dies ist dann besonders rückenschonend und vereinfacht das Wäsche auf- und abhängen.

https://www.youtube.com/watch?v=v2su-n3dVbc

Hersteller für Wäschespinnen

Es gibt viele Hersteller für Wäschespinnen. Die bekanntesten jedoch sind die Firmen Leifheit, Blome, Vileda, Brabantia und Juwel.

Leifheit ist eine Firma die Haushaltsartikel und Badezimmerausstattungen. Das Unternehmen gibt es bereits seit über 50 Jahren und gehört mittlerweile zu den führenden Unternehmen in ihrer Branche. Besonders zeichnen sie sich durch die innovativen und hochqualitativen Produkte aus. Dazu zählen vor allem auch Leifheit Wäschespinnen und Wäscheständer. Die Wäschespinne Leifheit Linomatic 600 Plus gehört aktuell zu den beliebtesten Wäschespinnen auf dem Markt.

Den deutschen Hersteller Blome gibt es bereits seit über 40 Jahren. Blome sieht sich selber als weltweit agierenden Partner für Aluminium- und Kunststoffgeräte für Heim und Garten. Blome hat sich derzeit auf relativ wenige Modelle von Wäschespinnen beschränkt, um die Qualität dieses Produktes besonders hoch halten zu können.

Vileda ist Teil der Unternehmensgruppe Freudenberg. Das Unternehmen stellt seit mehr als 65 Jahren Haushaltsgeräte her. Spezialisiert ist die Firma eher auf Reinigungsartikel. Die Wäschespinnen sind eher eine Art Sekundärzweig ihrer Produktion. Jedoch versuchen sie immer innovativere Produkte auf den Markt zu bringen, um den Konkurrenten Marktanteile zu stehlen.

Das Unternehmen Juwel ist auf Garten- und Haushaltsgeräte spezialisiert. Schwerpunkte sind Wäschespinnen, Hochbeete, Gartenbausteine, Frühbeete und Komposte. Juwel versucht wie die Mitstreiter auch immer wieder innovative Produkte auf den Markt zu bringen. 2010 entwickelten sie beispielsweise eine Wäschespinne, welche sich mit Hilfe von einer Gasfeder automatisch öffnet. Diese erhielt sogar den „red dot design award“.

Namenhafte Hersteller von Wäschespinnen
Namenhafte Hersteller von Wäschespinnen