Wäschestaender Test und Beratung
Wäschestaender Test und Beratung

Wäscheständer

Auch wenn er oft ein unbeachtetes Schattendasein fristet, so darf er doch in keinem Haushalt fehlen – der Wäscheständer. Und es kann sich durchaus lohnen, über eine Neuanschaffung nachzudenken. Denn das altmodische, klapprige Modell, das sich mehr oder weniger zufällig im eigenen Haushalt befindet, muss längst nicht die beste Lösung sein. Kaum ein Haushaltsgegenstand, vom Wäschekorb einmal abgesehen, wird in so vielen unterschiedlichen Varianten angeboten wie der Wäscheständer. Ob kleines Apartment oder geräumiges Haus mit Garten, ob Single oder Großfamilie – für jede Lebenssituation gibt es das passende Modell.

Wäschetrocknen früher und heute

Seit die Menschen anfingen, Textilien herzustellen und Kleidung zu tragen, gab es die Notwendigkeit, zu waschen und zu trocknen. Dennoch ist über die Anfänge des Wäschetrocknens kaum etwas bekannt. Es ist anzunehmen, dass lange Zeit ausschließlich die frühen Formen der heutigen Wäscheleine, gespannte Seile und Schnüre, zum Einsatz kamen. Die Entwicklung von immer größeren Städten, in denen viele Menschen auf engstem Raum zusammenlebten, erforderte neue, platzsparende Methoden. Die ersten Wäscheständer waren aus Holz, später wurden Gestelle aus Metall populär, die mit Seilen bespannt waren. Heutzutage sind viele Wäscheständer komplett aus Metall gefertigt. Um eventuellen Rostflecken auf der Wäsche vorzubeugen, werden die meisten Modelle lackiert angeboten. Mit der Zeit und den sich verändernden Anforderungen kamen immer neue Formen und Größen dazu.

Gibt es Alternativen für Wäscheständer?

Alternativ zu einem Wäscheständer, gibt es die Wäscheleine und den Wäschetrockner. Der größte Nachteil der traditionellen Wäscheleine ist sicherlich der immense Platzbedarf. Zudem werden zum Befestigen der Seile gegenüberliegende Fixpunkte in ausreichender Höhe benötigt. In geschlossen Räumen ist das kaum realisierbar, sodass ausschließlich bei passender Witterung getrocknet werden kann. Jedoch lässt es die moderne Arbeitswelt nur selten zu, die Zeitplanung nach dem Wetter zu richten. Auch bei Regen und in der Wohnung einsetzbar ist dagegen der elektrische Wäschetrockner. Leider haben diese Geräte einen hohen Stromverbrauch. Das schadet einerseits der Umwelt und ist mit einer an Nachhaltigkeit orientierten Lebensweise kaum zu vereinbaren. Anderseits ist es, auch angesichts der beständig steigenden Strompreise, schlichtweg teuer.
Wer seine Wäsche schonend trocknen möchte, ist mit einem Wäscheständer bestens bedient. Richtig aufgehängt erspart man sich bei einigen Teilen sogar das Bügeln. Welche Varianten von Wäscheständern es gibt zeigen wir hier:

Der klappbare Flügelwäschetrockner

Das faltbare Modell ist der zeitlose Klassiker unter den Wäscheständern. Er passt fast immer und überall. Ist weder im Keller noch auf dem Dachboden ein geeigneter Raum zum Trocknen vorhanden, kann diese kompakte Variante auch in der Wohnung benutzt werden. Bei trockenem Wetter passt er nicht nur auf die Terrasse oder in den Garten, sondern auch auf einen Balkon. Wird er nicht gebraucht, lässt sich der Flügelwäschetrockner zusammengeklappt problemlos verstauen. Es sind zahlreiche Ausführungen in verschieden Größen und Materialien im Handel erhältlich. Ob stilvoll in Holz oder schlicht in weiß lackiertem Stahl, ob geräumig mit ausklappbaren Flügeln oder so klein, dass er zusammengeklappt im Schrank verschwinden kann. Hier ist für fast jede Wohnsituation und jeden Geschmack das Richtige dabei. Bestellt man den Flügelwäscheständer im Internet, entfallen sogar die Sorgen mit dem Transport vom Einzelhandel nach hause – und der Preis ist in der Regel auch günstiger. Ein besonders beliebtes Model ist der Wäscheständer von Leifheit. Klicken Sie auf das Bild rechts, um bei Amazon die Bewertungen zu diesem Bestseller zu lesen.

klappbare Wäscheständer für kleine Räume

Auch für kleine und kleinste Räume gibt es inzwischen Wäscheständer, die sich perfekt in das jeweilige Platzangebot einfügen. Ideal für Badezimmer sind klappbare Wäscheständer, die auf den Badewannenrand aufgestellt werden oder solche, die bei Bedarf am Heizkörper eingehängt werden können. Andere Varianten werden dauerhaft an der Wand montiert und können bei Bedarf ausgezogen und anschließend wieder platzsparend zusammen geschoben werden. Dagegen benötigt ein Wäscheturm zwar etwas Standfläche am Boden, ist dafür aber flexibler und bietet mehr Fläche zum Trocknen. Da hier die Wäsche auf mehreren Ebenen übereinander getrocknet wird, bleibt Grundfläche deutlich kleiner als bei herkömmlichen Wäscheständern mit ähnlichem Platzangebot. Turmwäscheständer gibt es mittlerweile in vielen Größen und in unterschiedlichen Ausführungen.

Die Wäschespinne für den Garten

Ist ein ausreichend großer Garten vorhanden, kommt die Anschaffung einer Wäschespinne infrage. Je nach Region wird die Wäschespinne auch Wäschepilz oder Wäscheschirm genannt. Zwischen den einklappbaren Armen sind gleich einem Spinnennetz zahlreiche Seile gespannt. Dadurch bietet sie mehr Platz als jeder andere Wäscheständer und ist daher ideal für Familien mit Kindern. Bereits 1923 wurde in England erstmals ein Patent für eine Wäschespinne von Frederick Fairbourn angemeldet. Ab 1947 produzierte Walter Steiner in der Schweiz Wäschespinnen und andere Wäscheständer aus Hanfseilen und Holz. Heute werden Wäschespinnen in unterschiedlichen Größen und Preisklassen hergestellt. Um das Gewicht der in der Regel recht großen Wäschespinnen möglichst gering zu halten, wird für die Produktion meist Aluminium verwendet.

Elektrisch beheizbare Wäscheständer

Auch für diejenigen, die sich nicht zwischen einem Wäscheständer und einem elektrischen Wäschetrockner entscheiden können, bietet der Markt inzwischen eine Lösung an. Elektrisch beheizbare Wäscheständer haben viele Vorteile mit den traditionellen Modellen gemeinsam und lassen darüber hinaus die Wäsche deutlich schneller trocknen. Der Anschaffungspreis und der Stromverbrauch sind hierbei deutlich geringer als bei einem elektrischen Trockner. Wird er nicht benötigt, kann er wie jeder Wäscheständer einfach zusammengeklappt und platzsparend aufbewahrt werden. Hersteller wie Sichler oder Lakeland haben sowohl Flügelwäscheständer als auch Turmwäscheständer als beheizbare Variante im Angebot.

Wäsche in der Wohnung trocknen

Das Aufstellen von Wäscheständern ist auch in Mietwohnungen grundsätzlich erlaubt, da es zum üblichen Gebrauch einer Mietsache gehört. Vermieter können es nur verbieten, wenn sie zugleich eine andere Möglichkeit, beispielsweise einen Trockenraum, anbieten. Beim Wäschetrocknen in der Wohnung ist allerdings unbedingt auf regelmäßige Belüftung zu achten. In den Wintermonaten sollten die Räume zudem ausreichend beheizt werden. Das fördert nicht nur die schnelle Trocknung, sondern beugt auch der Bildung gesundheitsschädlicher Schimmelpilze vor. Ausreichende Luftzirkulation zwischen den Wäschestücken ermöglicht schnelles und gleichmäßiges Trocknen. Daher sollten Wäscheständer nicht zu voll gepackt werden. Wer Zeit und Strom sparen möchte, sollte die Wäsche direkt nach Beendigung des Waschganges aufhängen. Die Wäschestücke werden so glatter und müssen weniger gebügelt werden.

Den optimalen Wäscheständer kaufen

Vor dem Kauf eines neuen Wäscheständers sind folgende Fragen hilfreich: Wo wird der Wäscheständer aufgestellt? Nur draußen oder auch drinnen? Wie viel Platz steht zur Verfügung und wie viel Wäsche soll gleichzeitig getrocknet werden?
Soll in der Wohnung getrocknet werden, ist es sinnvoll vor dem Kauf einen geeigneten Standplatz zu bestimmen und auszumessen, um die Maße mit denen des Wäscheständers vergleichen zu können. Dabei sollte man auch beachten, dass das Trocknen jeder Waschladung ein bis zwei Tage in Anspruch nehmen kann. Der Ständer steht nur dann optimal, wenn er den Alltag der Bewohner nicht stört. Wer sich etwas Zeit nimmt, hat sicher keine Probleme ein passendes Modell zu finden. Zahlreiche Hersteller, darunter bekannte Marken wie Leifheit, Vileda oder Wenko, bieten eine große Auswahl der nützlichen Haushaltshelfer an.